Unabhängigkeit für Frauen durch finanzielle Sicherheit

Berufsständische Versorgungswerke – Gestern & Heute

Gestern - Die Wurzeln der berufsständischen Versorgung reichen bis in das Jahr 1923 zurück, in dem die älteste und heute größte berufsständische Versorgungseinrichtung, die Bayerische Ärzteversorgung, auf damals dringenden Wunsch der bayerischen Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte errichtet worden ist. Hintergrund hierfür war der Umstand, dass Angehörige der Freien Berufe von der Versorgung aus der gesetzlichen Rentenversicherung ausgeschlossen waren und Wirtschaftskrise sowie Inflation nach dem Ersten Weltkrieg die private Vorsorge praktisch vollständig entwertet hatten. In der Nachkriegszeit entstanden weitere berufsständische Versorgungswerke als Folge der Adenauerschen Rentenreform von 1957. Diese Reform versagte den Mitgliedern der sogenannten freien Berufe die Möglichkeit der freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Um nicht gänzlich ohne Altersabsicherung zu sein, entstanden nach und nach Versorgungseinrichtungen der einzelnen Berufsgruppen auf Landesebene.

Heute - Diese auf einer gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft beruhende Altersversorgung für kammerfähige freie Berufe, zu denen Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Patentanwälte, Rechtsanwälte, Steuerberater beziehungsweise Steuerbevollmächtigte, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer, Zahnärzte sowie jeweils partiell Psychologische Psychotherapeuten und Ingenieure gehören, umfassen Leistungen in der Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung ihrer Mitglieder. Damit gibt es vor allem im Leistungsrecht strukturelle Ähnlichkeiten, denn wie in der Rentenversicherung werden das Alters-, Invaliditäts- und Todesfallrisiko ohne Gesundheitsprüfung für Frauen und Männer zu gleichen Bedingungen abgedeckt. Es besteht jedoch keine organisatorische oder rechtliche Anbindung an die Sozialversicherung.

Die berufsständische Versorgung ist im gegliederten System der Altersversorgung ebenso wie die gesetzliche Rentenversicherung der „ersten Säule“ zuzurechnen. Sie repräsentiert einen Versorgungstypus eigener Art, der selbständig neben den sonstigen gesetzlichen Altersversorgungssystemen (insbesondere der gesetzlichen Rentenversicherung, von der sich die angestellt tätigen Versorgungswerksmitglieder in der Regel befreien lassen können) und den Formen freiwilliger Vorsorge (insbesondere der privaten Lebens- und Rentenversicherung) steht.

Im Gegensatz zur Deutschen Rentenversicherung ist in den Versorgungswerken zwar eine „echte“ Absicherung gegen Berufsunfähigkeit vorhanden. Diese Leistung wird jedoch nur unter extrem einschränkenden Voraussetzungen gewährt. Insbesondere bei Medizinern ist die Inanspruchnahme der BU-Leistung u. U. mit der Rückgabe der Approbation verbunden.

Verhindern Sie eventuelle Lücken in Ihrer Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsabsicherung durch rechtzeitige, sinnvolle Ergänzungen. Sprechen Sie uns an – wir finden die für Sie optimale Ergänzung.

Juli 2018

 

Scheidung - und jetzt?

Wer heiratet, hofft, dass das Glück ewig währt. In Deutschland wird aber mittlerweile jede dritte Ehe geschieden. Wenn eine Ehe scheitert, sind die emotionale Belastung und die Unsicherheit groß. Vielen Frauen geht leider oft der klare Blick verloren. Sie wollen das Thema bloß schnell hinter sich bringen. Dabei können sie viele Fehler machen, die sie später bereuen.

Wie werden die finanziellen Themen bei einer Scheidung geregelt? Wenn kein Ehevertrag vorliegt, wird die Trennung nach den gesetzlichen Vorgaben durchgeführt. Doch zunächst muss der Unterhaltsanspruch geklärt werden. Man unterscheidet Trennungsunterhalt, nachehelichen Unterhalt und Betreuungs­unterhalt. Die Ansprüche der Kinder haben dabei immer Vorrang und werden meist nach der sogenannten Düsseldorfer Tabelle berechnet. Das Unterhaltsrecht ist komplex, prüfen Sie genau, welche Ansprüche Ihnen zustehen!

Das Vermögen des Ehepaares wird, wenn kein Ehevertrag geschlossen wurde, über den Zugewinnausgleich aufgeteilt. Das heißt, alle Vermögenswerte (vom Konto bis zur Immobilie) werden geteilt. Vermögen, das zu Beginn der Ehe schon vorhanden war, sowie Erbschaften und Schenkungen bleiben außen vor, nicht aber die Wertsteigerung dieses Vermögens. Die Aufteilung muss gerecht und vernünftig geschehen. Es passiert nicht selten, dass Vermögensgegenstände auf diesen Listen „vergessen“ werden.

Im Rahmen des Versorgungsausgleichs werden dann noch die Rentenansprüche, die in der Ehezeit erworben wurden, zwischen den Partnern aufgeteilt. Dabei erhält jeder die Hälfte der Rentenansprüche des anderen. Dies geschieht von Amts wegen. Wichtig ist, dass wirklich alle Ansprüche dem Gericht vorgelegt werden, dazu zählen neben der gesetzlichen Rente auch die betrieblichen und privaten Altersvorsorgeansprüche.

Seit mehr als 20 Jahren unterstützt Frau Rojahn Frauen bei der Scheidung mit Sachverstand und Einfühlungsvermögen. Dabei arbeitet sie mit guten Anwältinnen und Anwälten zusammen. Lassen Sie sich beraten, damit Ihre Scheidung auf Augenhöhe und für beide Seiten gerecht erfolgen kann.

Juni 2018

 

Das Risiko „Berufsunfähigkeit“ wird häufig unterschätzt!

Wissen Sie eigentlich, dass Ihre Arbeitskraft Ihr höchstes Gut ist und umso wertvoller, je jünger Sie sind. Sie ist die Grundlage für den Lebensunterhalt, denn was passiert, wenn Sie wegen Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten können? Wovon leben Sie dann und wovon zahlen Sie Ihre Beiträge in die Altersvorsorge oder die Raten für den Kredit Ihrer Immobilie? In Deutschland wird bereits jeder Vierte berufsunfähig. Hauptursache sind psychische Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und Krebserkrankungen. Der Staat hat sich bei diesem Thema aus seiner Verantwortung zurückgezogen.

Je früher Sie sich um die Absicherung kümmern, umso besser. Warum? Weil Sie als junger Mensch gesund sind und sich den Versicherungsschutz aussuchen können und auch noch weniger dafür bezahlen. Vorsorge treffen können schon Eltern für ihre schulpflichtigen oder studierenden Kinder. Wenn sie dann später eine Familie gründen, kann der Schutz ohne Gesundheitsprüfung an die höheren Ausgaben angepasst werden.

Wir finden die passende Lösung für Sie.

April 2018

 

Verschenken Sie kein Geld! Jetzt Riester-Vertrag prüfen.

Gute Nachrichten für alle Riester-Sparer oder die, die es noch werden wollen. Erstmals seit zehn Jahren erhalten Sparer eine höhere Riester-Förderung. Die jährliche Grundzulage ist ab diesem Jahr von 154 Euro auf 175 Euro gestiegen.

Diejenigen, die bereits einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, sollten jetzt aktiv werden. Um stets die optimale Förderung zu erhalten, prüfen Sie Ihren Riester-Vertrag jährlich!

Für die Zulagen sind die persönlichen und finanziellen Lebensumstände entscheidend. Wichtig ist beispielsweise die Frage, ob Sie im letzten Jahr eine Gehaltserhöhung erhalten oder ob Sie berufliche Auszeiten genommen haben. Auch familiärer Nachwuchs oder der Studienabschluss eines Kindes haben Einfluss auf Ihre Riester-Rente.

Ein Riester-Vertrag ist nur sinnvoll, wenn Sie auch die Zulagen nutzen! Laut einer Auskunft der Zulagenstelle für Altersvorsorgevermögen (ZfA) bekommen rund 40 Prozent aller Riester-Sparer die Zulage nur teilweise oder gar nicht, da sie ihre Beiträge nicht an ihr Gehalt und die persönlichen Lebensumstände angepasst haben.

Wenn Sie Ihren Vertrag optimieren möchten, unterstützen wir Sie gerne dabei. Sprechen Sie uns an.

Februar 2018