RUNDBRIEF 3/2010
Stuttgart, im November 2010

 

Private Vorsorge - ein absolutes Muss

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Altersarmut in Deutschland ist heute vor allen Dingen weiblich: 2009 erhielten die Frauen in Westdeutschland eine durchschnittliche monatliche Rente von Euro 473,00 aus der gesetzlichen Rente, Männer dagegen Euro 970,00. Die Gründe für diese niedrigen Renten: Familienpause, Teilzeitbeschäftigung und geringere Löhne. Bisher sorgt lediglich ein Drittel der Frauen zusätzlich für das Alter vor. Die meisten verlassen sich auf ihren Partner. Was passiert wenn die Ehe geschieden wird oder der Mann stirbt? Möchten Sie als Frau im Alter auf eigene Rente verzichten?

Die gesetzliche Rente ist zwar immer noch sicher, aber ihre Höhe ist zunehmend ungewiss. Die weiter steigende Lebenserwartung, die niedrigen Geburtenraten und die damit sinkende Anzahl der Beitragszahler führen zu enormen Belastungen der gesetzlichen Rentensysteme. Nehmen Sie Ihre staatliche Renteninformation zur Hand und rechnen Sie mit Hilfe des vereinfachten Beispiels in diesem Rundbrief Ihre eigene Rente nach Steuern, So-zialabgaben und Inflation aus. Haben auch Sie Ihre staatliche Rente überschätzt?

Die private Vorsorge ist wichtiger denn je. Viele wissen, dass im Alter eine Versorgungslücke droht, denn bereits 86% der Deutschen sind beunruhigt, wenn sie an die Altersvorsorge denken. Trotzdem stecken viele ihr zusätzliches Einkommen lieber in den Konsum als in die Altersvorsorge, wie eine Umfrage ergab. Es gibt eine Diskrepanz zwischen Wollen und Tun. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass viele Menschen in Deutschland mit der Flut der verschiedenen Formen der Altersvorsorge überfordert sind. Die Entscheidung für die richtige Altersvorsorge ist nicht leicht.

Der Staat unterstützt private Altersvorsorge mit Zulagen und Steuervorteilen. Nutzen auch Sie die  Vorteile der geförderten Riester- und Rürup-Rente, oder holen Sie Versäumtes nach mit einer Einmalzahlung in eine private Rentenversicherung. Bedenken Sie dabei: eine Rentenversicherung, ob staatlich gefördert oder nicht, stellt die einzige Anlageform dar, die das „Langlebigkeitsrisiko“ absichert. Bei allen anderen Formen der Kapitalanlage besteht die Gefahr, dass das Geld vorzeitig verbraucht ist.

Verdrängen Sie das Alter nicht, sondern beginnen Sie sofort mit der Vorsorge, unabhängig davon wie alt Sie sind, und wie viel Geld Ihnen zur Verfügung steht. Wir geben Ihnen gerne Tipps und unterstützen Sie bei der Auswahl der für Sie richtigen Altersvorsorge.

Viel Spaß beim Lesen des Rundbriefs!

Ganz herzliche Grüße sowie eine schöne und nicht so hektische Adventszeit


Barbara Rojahn

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