Geldanlage nach der Krise - die Mischung macht's

 

Die beste Strategie, um Ihr Vermögen zu schützen, ist eine gute Streuung. Nehmen Sie die aktuelle Situation zum Anlass, um Ordnung in Ihrem Depot zu schaffen. Hier eine Übersicht von verschiedenen Anlagemöglichkeiten:

Aktien

Aktien gelten als Sachwerte und damit als guter Inflationsschutz. Steigt das Preisniveau, erhöhen sich auch die Gewinne der Unternehmen und damit steigt der Aktienkurs. Ich empfehle Ihnen wegen möglicher Kursschwankungen nicht in Einzeltitel zu investieren. Wenn Sie keine Zeit haben diese ständig zu beobachten, dann sollten Sie sich für Fonds mit flexibler Aktienquote und aktivem Risikomanagement entscheiden. Der Fondsmanager kann die Aktienquote bei fallenden Märten stark reduzieren und damit Verluste vermeiden und bei steigenden Märkten den Anteil der Aktien im Fonds wieder erhöhen. Zwei Mischfonds habe ich Ihnen schon in meinem letzten Rundbrief vorgestellt.

Anleihen

Wenn Sie in vermeintlich sichere und festverzinsliche Papiere investieren möchten, entscheiden Sie sich für Fonds mit so genannten „Kurzläufern“, denn wichtig ist es in Zeiten niedriger Zinsen, dass der Fondsmanager sich mit immer neuen Papieren einem steigenden Zinsniveau anpassen kann. Die Rendite ist im Augenblick ähnlich dem Zins von Tagesgeldkonten, also alles andere als attraktiv, dafür aber sehr sicher.

Wandelanleihen

Wandelanleihen schützen vor Inflation und vor Deflation. Wandelanleihen sind Unternehmensanleihen, die den Anlegerinnen und Anlegern das Recht einräumen, diese während einer bestimmten Wandlungsfrist zu einem vorher festgelegten Verhältnis in Aktien zu tauschen. Wird das Recht nicht ausgeübt, z.B. wenn die Aktie schlecht läuft, bleibt die Anleihe bestehen und wird entsprechend verzinst. Da es für den Privatanleger zu schwierig und zu risikoreich ist, die richtige Wandelanleihe über die Börse zu erwerben, rate ich zu Fonds mit internationalen Wandelanleihen als interessante Beimischung für Ihr Depot.

Gold

Das Edelmetall gilt als Krisenwährung, ist aber keineswegs eine sichere Anlage. Auch wenn es sonderbar klingt: Wer aus Angst vor Inflation viel Geld in Gold anlegt, bringt sein Vermögen damit nicht in Sicherheit, sondern erhöht das Risiko, denn der Preis ist abhängig von Angebot und Nachfrage und schwankt mindestens so stark wie der von Aktien. Beim Gold gibt es keine Zinsen, keine Erträge und keine Dividende. Viele Anleger haben in früheren Jahren mit der Anlage in Gold auch Geld verloren.
Wer unbedingt Gold kaufen möchte, sollte vorsichtshalber nicht mehr als fünf bis zehn Prozent seines Vermögens investieren. Gold ist zurzeit teuer und der Preis wird in Dollar festgelegt. Neben dem Goldpreisrisiko tragen Sie auch das Wechselkursrisiko. Als Zahlungsmittel ist Gold nicht unbedingt geeignet. Kleine Goldstücke kosten zu viel und Goldbarren sind zum Einkaufen ungeeignet. Gerne biete ich Ihnen interessante Mischfonds mit Gold an.

Immobilien

Die Nachfrage nach Immobilien ist immens gestiegen, wobei fast in jedem Gespräch der Inflationsschutz als entscheidendes Motiv genannt wird. Viele vergessen vor lauter Inflationsangst einige elementare Grundregeln. Immobilien können vor Inflation schützen, müssen dies aber nicht. Wer ein Haus an der falschen Stelle kauft oder den ungedämmten Altbau,
kann damit jede Menge Geld vernichten. Nämlich dann, wenn er es wieder verkaufen will oder muss oder wenn sich kein Mieter findet.

Das zweite Motiv für den Immobilienkauf sind die niedrigen Zinsen, denn die Zinsen sind so günstig wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Viele meinen, dass eine kommende Inflation die Schulden „weg inflationieren“ wird. Ob diese Rechnung aufgeht, erscheint fraglich. Die Aufnahme von hohen Krediten kann zu erheblichen Risiken führen. Unvorhergesehene Mietausfälle oder hohe Instandhaltungskosten können leicht zu einer finanziellen Belastung werden. Und bei einer eventuellen Wertminderung der Immobilie können die Banken jederzeit einen Eigenkapital-Nachschuss verlangen. Wenn es tatsächlich zu einer höheren Inflation kommt, werden auch die Hypothekenzinsen stark steigen. In Phasen höherer Inflation waren die Hypothekenzinsen auch schon zweistellig. Dies kann nach Auslaufen der Zinsbindungsfrist für negative Überraschungen sorgen.

Ein Immobilienkauf ist eine Entscheidung, die gut überlegt sein will, denn Sie binden sich möglicher Weise über Jahrzehnte. Immobilienmakler berichten, dass sich zurzeit jeder Ladenhüter an die Frau oder an den Mann bringen lässt. Vergessen Sie bitte nicht, dass neben dem Kaufpreis auch noch Nebenkosten für Grunderwerbssteuer, Notar- und Grundbuchgebühren zu leisten sind.

Folgende Überlegungen sind vor einem Immobilienkauf wichtig:

  • Trage ich mich schon seit Jahren mit der Entscheidung, eine Immobilie zu kaufen oder handle ich jetzt aus Angst vor Inflation?
  • Habe ich 20 bis 30 Prozent Eigenkapital zur Verfügung? Investieren Sie niemals Ihr ganzes Geld in die Immobilie!
  • Hat die Immobilie eine exzellente Lage und lässt Sie sich jederzeit leicht vermieten? Der Trend geht in die Stadt, so dass das Eigenheim auf der grünen Wiese in Zukunft schwer wieder veräußerbar sein wird.
  • Ist die Bauqualität in Ordnung? Wie sieht es mit den Energiestandards aus? Sind demnächst neue Fenster oder eine Heizungsanlage fällig? Welche Kosten können auf mich zu kommen?
  • Möchte ich im Alter mietfrei in einer bezahlten Immobilie wohnen, aber kein Geld mehr für Reisen und andere Aktivitäten übrig haben? Das Geld in der Immobilie ist „festzementiert“ und die Erben freuen sich.
  • Langfristig sollten nicht mehr als 50 % des Vermögens in Immobilien investiert sein. Trifft das auch für mich zu?


Fazit: Die meisten Deutschen haben den größten Teil Ihres Vermögens sowieso schon in Immobilen investiert. Haben Sie noch keine Immobilie in Ihrem Portfolio, können sie durchaus an einen Immobilienkauf denken. Gerne unterstützen wir Sie bei der Suche nach der passenden Finanzierung. Die Furcht vor einer möglichen Inflation sollte jedoch nicht dazu führen, dass Sie oben genannte elementare Grundsätze vergessen. Angst ist meistens ein schlechter Ratgeber - und dies gilt auch für Immobilienkäufe.

Rentenversicherungen

Wer bietet Ihnen eine lebenslange garantierte Rente egal wie alt Sie werden? Nur die Rentenversicherungen, egal ob gesetzlich, privat oder betrieblich. Die Versicherungsgesellschaften legen das Geld der Versicherten in Anleihen, Immobilien und Aktien an und damit breit gestreut. Diese Mischung bietet Ihnen eine große Sicherheit. Bitte kündigen Sie auf keinen Fall jetzt Ihre Altersvorsorge-Verträge und legen Ihr Geld in Panik in Gold oder Immobilien an. Erstens verlieren Sie auf jeden Fall Geld dabei und zweitens sind Sie nicht mehr vor dem Kursverfall Ihres Geldes geschützt. Wer zahlt Ihnen später die lebenslange Rente, wenn Sie im Altersheim wohnen und die Immobilie nicht vermietet oder schwer verkäuflich ist oder das Gold plötzlich nur noch die Hälfte wert ist? Bei vielen Rentenversicherungen ist später immer noch eine Kapitalentnahme möglich.

Fonds mit Versicherungsmantel und Kapitalgarantie

Möchten Sie in Fonds investieren, aber auf Rendite, Sicherheit und Steuervorteile nicht verzichten, dann ist dies die richtige Anlage für Sie. Sie legen eine Summe von mehr als Euro 10.000,00 in einem Korb von ausgewählten Fonds an. Die Versicherungsgesellschaft garantiert, dass am Ende der Laufzeit oder im Todesfall mindestens 100 Prozent des eingezahlten Kapitals ohne Verlustrisiko ausgezahlt werden. Neben der Rendite gibt es auch Steuervorteile. Durch einen Versicherungsmantel fällt die jährliche Abgeltungsteuer auf Erträge und Kursgewinne weg. Wenn Sie den Vertrag mindestens zwölf Jahre und bis zum 60. Geburtstag behalten und sich dann für eine Rente statt der Kapitalabfindung entscheiden, wird die Rente nur mit dem niedrigen Ertragsanteil besteuert. Bei Kapitalauszahlung zu diesem Zeitpunkt gilt das Halbeinkünfteverfahren.

Fazit: Nur die Mischung der Anlagen macht’s! Es gibt keinen Grund, Ihre bisherige Anlagestrategie plötzlich über den Haufen zu werden. Die Regeln bleiben die gleichen: Kaufen Sie nur Geldanlagen, die zu Ihren Wünschen und Zielen und Ihrem Risikoprofil passen. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin: Wir nehmen uns Zeit für Sie und suchen gemeinsam nach der für Sie richtigen „Mischung“, die Ihnen Sicherheit und Renditechancen bringt.

 

Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Trotzdem kann für die Richtigkeit und Vollständigkeit keine Garantie übernommen werden.
Der Rundbrief ersetzt nicht die Beratung.

 
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